Entwicklungsstudie „Siemens Mitte“2019-05-08T11:18:21+00:00

Project Description

Erlangen – Entwicklungsstudie zur Nachnutzung des Gebäudeensembles „Siemens Mitte“

Jeden Tag geht in Deutschland eine Fläche von rund 100 Fußballfeldern an freier Landschaft für den Bau von Straßen und Gebäuden verloren. Gleichzeitig müssen, um dem Bevölkerungswachstum gerecht zu werden jährlich rund 400.000 Wohnungen neu gebaut werden. Dies zeigt die aktuelle „Deutschlandstudie 2019“ der Universität Darmstadt im Auftrag der Bundesarchitektenkammer. Um diese Herausforderung zu meistern, gehört es zu den dringlichsten Aufgaben von Städten und Kommunen, alle Nachverdichtungs- und Innenentwicklungspotenziale zu mobilisieren, um eine Neuinanspruchnahme von Freiflächen zu vermeiden – kompakte Innenentwicklung statt Zersiedlung und Außenentwicklung – lautet die zentrale Forderung der Studie. Für die weiter wachsenden Metropolregionen besteht mit der Umnutzung von innerstädtischen Nichtwohngebäuden, neben der Begrenzung des Verbrauchs von Freiflächen, gleichzeitig die große Chance nicht im Verkehrschaos zu ersticken. Durch eine stärkere Mischung von Wohnnutzung und Arbeitswelten, kann den stetig ansteigenden Pendlerströmen entgegen gewirkt werden. Es geht aber auch um Ressourcenschutz, um die in dem Altbestand gebundene Graue Energie und die zu dessen Errichtung schon einmal freigesetzten CO2-Emissionen. Jeder Neubau verbraucht Ressourcen und benötigt bei der Entstehung einen enormen Energieaufwand, wodurch erneut klimarelevante Treibhausgasemissionen freigesetzt werden. Mit der Nachnutzung des Gebäudeensemble um das denkmalsgeschützte Siemenshochhaus von Hans Maurer aus den 50er Jahren, bietet sich der Stadt Erlangen die Möglichkeit einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Stadtinnenentwicklung.